Texte der Klänge in der Nacht am 23.2.2024

1 Tag 22 Stunden ago
Texte der Klänge in der Nacht am 23.2.2024 Heiko Kuschel 23. Februar 2024 - 21:30 Mose an der Kanzel

Ich bin Mose. Vor 330 Jahren stellte man mich unter diese Kanzel. Als ein Zeichen für die Menschen: Die Predigten hier, sie stehen auf dem Grund der Zehn Gebote. Die Predigten, die hier gehalten werden, sie fußen auf dem Alten Testament. Ihr habt gemeinsame Wurzeln mit dem Judentum. Manchmal, in eurer Geschichte, da wäre es gut gewesen, ihr hättet auf dieses Zeichen geachtet. Und auch heute wieder solltet ihr dieses Zeichen niemals vergessen.

Ich bin Mose. Seit 330 Jahren stehe ich hier. Es zerreißt mir das Herz, hier zu stehen und zu erleben, was aus der Welt wird. Wie Menschen gegeneinander hetzen. Wie die Natur zugrundegeht. Wie Kriege und Not die Welt überziehen. Wie in anderen Ländern Regimekritiker den qualvollen Tod finden. Wie der Hass überhandzunehmen scheint, auch der Hass gegen meine jüdischen Glaubensgeschwister.

„Und siehe, es war sehr gut“, so steht es in der Schöpfungsgeschichte. So hat Gott über diese Welt geurteilt. Doch manchmal kommen mir Zweifel an diesem Urteil. Manchmal denke ich mir: Nein, nichts ist gut. Schlecht und böse und egoistisch sind wir Menschen. Und Fremde sind auch nicht gern gesehen, das waren sie noch nie. Schon in meinem zweiten Buch steht dieser Satz:

Einen Fremdling sollst du nicht bedrücken noch bedrängen.
2. Mose 22,20

Heiko Kuschel

Aufbruch und Segen für die Jugendarbeit in der Region

4 Tage 7 Stunden ago
Lina Spiegel wurde als Jugendreferentin für die Region Südliches Oberes Werntal eingeführt

Der Plan des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Schweinfurt scheint aufzugehen: Im Zuge einer Umstrukturierung der Stellen hatte der Dekanatsausschuss trotz Sparzwängen 5,5 Stellen für regionale Jugend- und Konfirmandenarbeit eingerichtet. Bereits seit 1. September 2023 ist Religionspädagogin Lina Spiegel nun für die evangelischen Kirchengemeinden Schweinfurt-Kreuzkirche (Oberndorf), Bergrheinfeld, Werneck und Obereisenheim tätig.

Heiko Kuschel

Jetzt anmelden zur 8. Akademietagung 24.-26.4. in Münster!

1 Woche 1 Tag ago

akademietagung2024-flyer-titel.jpg Leider hat es etwas länger gedauert, doch nun ist das Anmeldeformular geöffnet:

Meldet euch schnell an zu unserer 8. Akademietagung, diesmal in Münster vom 24. bis 26.4.2024

Draußen zuhause: Wie tickt die Stadt?

Bei der Buchung bzw. Bezahlung gibt es diesmal eine organisatorische Besonderheit: Direkt im Online-Formular könnt ihr auch die Übernachtung im Hotel mit buchen. Die Hotel-Rechnung bezahlt ihr aber direkt beim jeweiligen Hotel. Außerdem gibt es, anders als die letzten Male, auch am An- und Abreisetag ein Mittagessen (dafür müsst/könnt ihr euch abends günstig selbst versorgen)

direkt zur Anmeldung: Klick hier

Vaschentinstagswoch

1 Woche 5 Tage ago
Vaschentinstagswoch Heiko Kuschel Di., 13.02.2024 - 10:19 Wenn Traditionen aufeinandertreffen Am 14. Februar fallen dieses Jahr zwei Anlässe auf einen Tag

Autor:in Keine Autoren gefunden

Unterhalten sich zwei Pfarrer am ökumenischen Stand auf der Hochzeitsmesse. Der eine: „Also, ich lade die Paare alle zum Gottesdienst am Valentinstag ein“. Darauf der andere: „Ach nee, da hab ich doch in der Jugendkirche Aschermittwochsgottesdienst!“ Wahre Geschichte vom vergangenen Sonntag. Der Messeveranstalter fand es übrigens im Nachhinein selbst eine blöde Idee, die Messe ausgerechnet auf Faschingssonntag zu legen, aber das nur Nebenbei.

Ja, tatsächlich: In diesem Jahr fallen zwei sehr unterschiedliche Feste auf den gleichen Tag. Aschermittwoch – ein Tag der Buße, der Umkehr. Vielerorts bekommen Gläubige ein Kreuz aus Asche auf die Stirn gemalt. „Asche auf mein Haupt“ ist ein vielen geläufiger Ausspruch. Die Fastenzeit beginnt, die Zeit der Vorbereitung auf die Passion Jesu. Ab heute wird gefastet!

Der politische Aschermittwoch der Parteien dagegen scheint eher nochmal eine Verlängerung der Faschingszeit zu sein. Derbe Sprüche, viel Starkbier, einmal noch hemmungslos draufhauen. Starkbier war ja wohl eine Erfindung der Mönche: Besonders kalorienreiches Bier, damit sie in der ernährungsarmen Fastenzeit nicht ganz vom Fleisch fielen.

Und nun also: Valentinstag. Hat nichts mit dem Münchner Komiker Karl Valentin zu tun, sondern geht auf den Heiligen Valentinus zurück, wobei nicht so ganz klar ist, ob es sich bei den Geschichten, die sich um ihn ranken, möglicherweise ursprünglich um mehrere Personen handelte. Warum Valentin mit der Liebe in Verbindung gebracht wird? Auch das ist nicht so ganz klar. Das älteste erhaltene Valentinsgedicht stammt jedenfalls schon aus dem Jahre 1415. Ein Rondeau von Herzog Karl von Orléans aus dem Tower von London an seine Frau.

Während in den USA der Valentinstag schon im 19. Jahrhundert an Bedeutung gewann, kam die Tradition in Deutschland erst durch die US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg wirklich an. Doch inzwischen ist sie natürlich nicht mehr wegzudenken. Die Geschäfte sind voll mit Dingen, die sich Liebende unbedingt schenken sollten. Rote Herzluftballons umrahmen die Schaufenster (und werden dann in Kürze abrupt durch Osterhasen ersetzt) Und vielerorts gibt es seit Jahren am 14. Februar (ökumenische) Gottesdienste für Liebende, die in der Regel sehr gut besucht werden. Die Menschen haben ja auch ein Bedürfnis danach, sich der gegenseitigen Liebe zu versichern. Bei aller Kommerzialisierung: Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. Und einen Segen können sie für ihr gemeinsames Leben auch gerne bekommen, wenn sie den wollen.

Wie nun das alles unter einen Hut kriegen? Liebende stecken sich keine Ringe an den Finger, sondern malen sich einen Ring aus Asche? Die Asche wird aus verbrannten Rosenblättern ... ach nein, keine gute Idee. Natürlich könnte man an so einem Tag auch die Vergänglichkeit der Liebe thematisieren, unsere Sündhaftigkeit, unsere Eigensüchtigkeit, die die Gemeinschaft der Liebenden bedroht. Aber vielleicht ist es dann doch besser, es den Menschen selbst zu überlassen, welche Feste sie besuchen.

Um zumindest die Uhrzeiten so abzustimmen, dass Leute sowohl zum einen als auch zum anderen gehen können, ist es für dieses Jahr wohl zu spät. Aber LibreOffice, das im Gegensatz zu Excel die für Pfarrer:innen quasi unersetzliche Funktion =OSTERSONNTAG() besitzt, um für jedes Jahr den Ostersonntagstermin (und davon abgeleitet natürlich auch den Valent ... nein, den Aschermittwochstermin) zu bestimmen, sagt mir: 2029 gibt es nochmal die Gelegenheit.

Ein Konzept für eine gemeinsame Feier aller Anlässe an diesem Tag zu entwickeln, lohnt sich aber wohl eher nicht. Die nächsten gemeinsamen Termine sind dann 2170, 2176 und 2181. Bis dahin gedenke ich, im Ruhestand zu sein.

Was auch immer Sie in diesen Tagen feiern oder nicht feiern: Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen gut tut.

Wikipedia: Valentinstag Wikipedia: Aschermittwoch Stilvoll Glauben 2016: Aschermontag und Rosenmittwoch Stilvoll Glauben 2010: Aschwermittwoch Aschermittwoch
Heiko Kuschel

Nie wieder ist jetzt: Demonstration am 17.2. 12 Uhr in Gochsheim

2 Wochen 3 Tage ago
Wir rufen gemeinsam mit vielen anderen dazu auf, ein Zeichen für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus zu setzen.

Nie wieder ist jetzt!

Ausgrenzung, Hass und Rechtsextremismus sind mit unserem christlichen Menschenbild nicht vereinbar. Wir sind überzeugt: Alle Menschen sind von Gott geliebt! Alle Menschen sind vor Gott gleich. Egal, wie sie aussehen, egal, woher sie kommen.

Daher unterstützt auch die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Gochsheim gemeinsam mit der katholischen Gemeinde und allen im Gochsheimer Gemeinderat vertretenen demokratischen Parteien die Demonstration im Zentrum von Gochsheim.

Zusammen für die Demokratie - gemeinsam gegen Rechtsextremismus.

Heiko Kuschel

Eines Menschen Flügel

3 Wochen ago
Eines Menschen Flügel Autor/in Andreas Eschbach Heiko So., 04.02.2024 - 19:35 Stichworte Roman Science Fiction Fantasy

Owen ist der beste Flieger, den die Welt je gesehen hat. Und das will etwas heißen, denn seit ziemlich genau tausend Jahren besitzen die Menschen Flügel. Die Ahnen, die einst, so heißt es in den alten Geschichten, mit einem Raumschiff auf diese Welt kamen, haben ihnen die Flügel der heimischen Pfeilfalken gegeben. Denn auf dem Boden dieser Welt herrscht der Margor, eine unsichtbare, unbegreifliche Lebensform, die schon beim kürzesten Kontakt die Menschen innerhalb von wenigen Sekunden töten kann.

Heiko

Eine echte Schule des Gottvertrauens

3 Wochen ago
Die Vesperkirche Schweinfurt 2024 endete mit einem dankerfüllten Gottesdienst

Mit einem festlichen Abendmahlgottesdienst in der gut gefüllten St. Johanniskirche begann der letzte Tag der Vesperkirche Schweinfurt 2024. Gut zwei Wochen lang stand die Kirche jeden Mittag offen für Begegnungen, Beratungen, Gespräche – und natürlich fürs gemeinsame Essen, das sich zum eher symbolischen Preis von 1,50 € wirklich alle leisten können sollten.

Heiko Kuschel

Eine vielseitiges Festmahl für die Ohren

3 Wochen 3 Tage ago
Pfarrerinnen, Pfarrer und weitere Hauptamtliche aus dem Dekanat Schweinfurt musizierten wieder zugunsten der Vesperkirche

Ein musikalisches Festmahl der besonderen Art: Beim „Ohrenschmaus“ in der St. Johanniskirche setzten sich Pfarrerinnen, Pfarrer und weitere Hauptamtliche gemeinsam für einen guten Zweck in Szene. Der alljährliche Benefizkonzertabend zugunsten der Vesperkirche bot eine bunte Mischung aus fröhlichen und ernsten Tönen, präsentiert von einer beeindruckenden Palette musikalischer Talente.

Heiko Kuschel

Essen für die Ohren für Essen für alle

3 Wochen 3 Tage ago
Essen für die Ohren für Essen für alle Heiko Kuschel Mi., 31.01.2024 - 21:53 Kirchenmusik mal anders Pfarrerinnen und Pfarrer musizieren für einen guten Zweck

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Vesperkirche: Im letzten Beitrag erzählte ich davon, wie sich Kirchen an vielen Orten öffnen als Begegnungsstätte mit gemeinsamem Essen für wenig Geld, denn alle sollen es sich leisten können und teilnehmen können. Natürlich reichen die 1,50 Euro pro Essen nicht, um die Kosten zu decken – Spenden müssen her.

Die Pfarrerinnen, Pfarrer und auch Diakoninnen im Dekanat Schweinfurt laden daher jedes Jahr zu einem Benefizkonzert ein: Dem „Ohrenschmaus“. Ein kleiner Chor unter Leitung der Kirchenmusikdirektorin studiert einige durchaus anspruchsvolle Stücke ein. Und viele Pfarrerinnen und Pfarrer bringen sich mit Solostücken oder manchmal auch gemeinsamer Musik ein. Ob ausgebildete Sopranstimme oder Klarinette, ob Blockflöte (sehr anspruchsvoll!) oder Querflöte, ob Klezmermusik oder Liedermacher, ob Dudelsack oder Melodica: Das musikalische Spektrum ist erstaunlich groß und auf einem hohen Niveau. Zur „klassischen“ Bildung gehört eben auch weiterhin musische Bildung und meistens ein Musikinstrument.

Gleichzeitig ist es ein Zeichen: Die Vesperkirche, das ist nicht nur ein Projekt von einigen Wenigen. Das ist eine Sache, hinter der die Kolleginnen und Kollegen stehen, bei der sie gerne mitmachen, für die sie sich einsetzen.

Die Kirche ist zum „Ohrenschmaus“ immer gut gefüllt, die ersten kommen schon eine Stunde vorher, um den noch verzweifelt die letzten unsauberen Stellen übenden Chor zu hören. Offensichtlich genießen die Menschen es, ihre Pfarrerinnen und Pfarrer mal ganz anders zu erleben. Und nachher spenden sie gerne, um das Defizit der Vesperkirche etwas kleiner zu machen. Ich finde: Eine tolle Idee!

Stilvoll Glauben: Klöße unter der Kanzel
Heiko Kuschel

Vesperkirche

3 Wochen 5 Tage ago
Vesperkirche Heiko Kuschel Di., 30.01.2024 - 09:39 Klöße unter der Kanzel In immer mehr Kirchen gibt es eine Zeitlang günstiges Essen und mehr – nicht nur für Bedürftige.

Autor:in Keine Autoren gefunden

Wann haben Sie das letzte Mal eine Schlange vor einer Kirchentür gesehen? OK, vielleicht an Weihnachten. Aber jeden Tag in der Mittagszeit? Derzeit können Sie das beispielsweise in Schweinfurt beobachten. Ab ungefähr 11:15 Uhr stehen die Menschen an, bis sich um Punkt 11:30 Uhr die Türen öffnen. Und dann kommen sie. Denn hier gibt es einen ganz besonderen Ort: Die Vesperkirche.

Für den eher symbolischen Preis von 1,50 Euro bekommen hier alle eine warme Mahlzeit mit Suppe, Hauptgang und hinterher Kaffee und Kuchen. Aber es soll eben doch keine Armenspeisung sein und auch kein „billiges Restaurant“. Sondern vor allem eines: Ein Ort der Begegnung. Auch deshalb werden die Gäste von den Gastgebenden (nicht einfach „Mitarbeitenden“) freundlich begrüßt und zu ihrem Tisch geführt – damit nicht immer die zusammensitzen, die sich sowieso schon kennen.

Und dann sitzt da die Gruppe Banker von der Filiale nebenan neben einer Frau, die die Gemeinschaft genießt, weil sie seit dem Tod ihres Mannes so alleine ist. Am Nachbartisch eine ehemalige LKW-Fahrerin, die vor langer Zeit einen Schlaganfall hatte. Vor allem an den Wochenenden auch mal Familien mit Kindern, die sich über die Spielecke freuen. Dazwischen auch mal jemand, der sein ganzes Hab und Gut in einer Plastiktüte dabei hat. Sie alle sitzen zusammen, essen miteinander, kommen mehr oder weniger gut ins Gespräch. Alle werden freundlich am Platz bedient, nur Kaffee und Kuchen gibt’s anschließend in Selbstbedienung.

Heiko Kuschel Essen unterm Weihnachtsbaum: Die Vesperkirche Schweinfurt gehört natürlich noch in die weihnachtliche Freudenzeit! Da bleibt der Baum bis zum Ende stehen.

Ja, manchmal muss man eine ganze Weile in den Kirchenbänken warten, bis ein Platz am Tisch frei wird. Aber auch da kommen die Menschen oft schon ins Gespräch miteinander. Und nach dem gemeinsamen Essen geht’s zu den Aktions- und Sozialständen, die sich täglich abwechseln. Das sind Beratungsangebote der Diakonie, Energieberatung bis hin zur Obdachlosenhilfe, Blutdruck messen oder ein kostenloser Haarschnitt (Bedingung: Haare müssen gewaschen sein). Auch das Repair-Café ist einmal pro Woche da und bringt Dinge wieder in Ordnung, die noch repariert werden können.

„Für Leib und Seele“ ist das Motto der Vesperkirche. Und das stimmt: Nicht nur für den Leib ist gesorgt. Wer ein Gespräch braucht, findet einen Pfarrer oder eine Pfarrerin. Jeden Tag um ein Uhr gibt’s ein „Wort in der Mitte“, offiziell drei Minuten lang, aber nun ja. Wer gerade beim Essen sitzt, darf weiter essen, damit es nicht kalt wird, alles andere ruht für einen Moment.

In der allerersten Hochphase vor neun Jahren wurden teilweise über 500 Essen pro Tag ausgegeben, mittlerweile hat es sich bei knapp 300 eingependelt, die täglich von der Küche des Leopoldina-Krankenhauses angeliefert werden. Die Insider schauen dann einfach auf den Speiseplan des Krankenhauses, um zu erfahren, was es gibt – bei der Vesperkirche wird das bewusst nicht vorher angekündigt, denn sie soll ja kein Restaurant sein. Auf jeden Fall gibt es jeden Tag mindestens auch eine vegetarische Variante zur Auswahl. Heute steht Schweinebraten mit Kloß oder Eieromelette mit Spinat auf der Karte. Den Leuten schmeckt’s, und was noch wichtiger ist: Sie kommen in Kontakt miteinander, manchmal entwickeln sich sogar Freundschaften. Auch später grüßen sich viele, wenn sie sich in der Stadt begegnen. So trägt diese Vesperkirche dazu bei, sogar die Stadt-Gesellschaft zu stärken.

Heiko Kuschel Auch im Chorraum der Schweinfurter St. Johanniskirche gibt es Essen und angeregte Gespräche.

In Schweinfurt startete die Vesperkirche vor neun Jahren, findet also nun zum zehnten Mal statt. In Corona-Zeiten gab es stark abgespeckte Varianten, aber irgendwas gab’s immer. Damals war sie die erste Vesperkirche in Bayern, heute gibt es weitere in Nürnberg, Coburg und Augsburg.

Das große Vorbild ist die St. Leonhardskirche in Stuttgart, die schon zum dreißigsten Mal öffnet und die deutlich größer ist: Sieben Wochen lang gibt es dort täglich bis zu 800 Portionen Essen. In Schweinfurt sind’s gerade mal zwei Wochen. Aber egal wo: An Mitarbeitenden ist kein Mangel. Überall sind Menschen bereit, sich für diesen Ort der Begegnung einzusetzen. Manche nehmen extra Urlaub, um hier mitmachen zu können, andere spenden mal ein oder zwei Kuchen. Nur am Geld hapert’s manchmal ein wenig, denn mit 1,50 Euro (oder anderenorts ein Euro) ist die Mahlzeit und das ganze Drumherum natürlich nicht bezahlt. Trotz vieler Gäste, die an der Kasse sehr großzügig aufrunden, und trotz einiger Großspenden auch von Unternehmen bleibt am Ende doch ein vierstelliger Minusbetrag, den sich Kirche und Diakonie als gemeinsame Veranstalter teilen.

So, finde ich, muss und kann Kirche sein: Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Ein Ort, an dem Menschen gemeinsam essen und feiern, an dem sie Hilfe bekommen in seelischen und körperlichen Nöten. Und ein Ort, an dem sie Gottes Wort hören und es sozusagen live in Aktion erleben. Ich freue mich schon, heute wieder in der Kirche zu essen. Bin gespannt, wen ich diesmal treffe.

Vesperkirche Stuttgart Vesperkirche Schweinfurt
Heiko Kuschel

Vesperkirche: ein Übungsraum für die Liebe

4 Wochen 2 Tage ago
Vesperkirche: ein Übungsraum für die Liebe Wort-in-der-Mitte-240126.mp3 Heiko Kuschel 26. Januar 2024 - 17:24

Wort in der Mitte bei der Vesperkirche am 26.1.2024
Mit Goldener Hochzeit von Karin und Winfried Hümpfer

Liebe Gäste, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber der Vesperkirche!

Bei uns Kirchen hat jedes Jahr sozusagen eine Überschrift aus der Bibel, die sogenannte Jahreslosung. Für 2024 ist das ein kurzer Satz aus dem ersten Korintherbrief: Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.

Letzten Sonntag bei der Eröffnung der Vesperkirche hat die Regionalbischöfin genau über diesen Satz gepredigt: Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.

Heiko Kuschel

Vesperkirche: auch für Familien

4 Wochen 2 Tage ago
Vesperkirche: auch für Familien 26.01.24 Wort in den Tag Heiko Kuschel.mp3 Heiko Kuschel 26. Januar 2024 - 10:00

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Unter der Woche klappt es für Familien mit Kindern zeitlich meistens nicht. Aber jetzt am Wochenende werden auch wieder etliche zur Vesperkirche in St. Johannis Schweinfurt kommen. Manche können es sich nirgends anders leisten, mal gemeinsam Essen zu gehen. Manche kommen, weil es einfach schön ist, noch einen Moment sitzen und in Ruhe essen zu können, während die Kleinen gleich zur Kinderbetreuung in der Turmkapelle abhauen.

Heiko Kuschel

Vesperkirche: für Leib und Seele. Für alle.

1 Monat ago
Vesperkirche: für Leib und Seele. Für alle. 25.01.24 Wort in den Tag Heiko Kuschel.mp3 Heiko Kuschel 25. Januar 2024 - 9:13

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Seit Sonntag läuft sie wieder für zwei Wochen: Die Vesperkirche in St. Johannis Schweinfurt. Jeden Mittag gibt’s Essen, Kaffee und Kuchen für 1,50, damit sich es auch wirklich alle leisten können. Aber eben mehr als das: Begegnungen. Gastfreundschaft. Freundlichkeit. Zugewandtheit.

Heiko Kuschel

Vesperkirche: Gegen die Einsamkeit

1 Monat ago
Vesperkirche: Gegen die Einsamkeit 24.01.24 Wort in den Tag Heiko Kuschel.mp3 Heiko Kuschel 24. Januar 2024 - 10:00

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Diese und nächste Woche ist wieder die Vesperkirche in der St. Johanniskirche Schweinfurt. Jeden Mittag gibt’s für 1,50 ein warmes Essen, Kaffee und Kuchen, aber halt viel mehr als das. Und wegen diesem „Mehr“ machen wir das alles ja eigentlich: Die Menschen kommen ins Gespräch, an den Tischen, bei den Beratungsständen, beim Kaffee.

Heiko Kuschel

Vesperkirche: Unerwartete Helfer

1 Monat ago
Vesperkirche: Unerwartete Helfer Heiko Kuschel 23. Januar 2024 - 10:02

Liebe Hörerinnen und Hörer,

In der St. Johanniskirche Schweinfurt gibt’s heute wieder Essen für 1,50. Vesperkirche nennen wir das. Aber es geht eigentlich gar nicht ums Essen, sondern um die Begegnungen an den Tischen, beim Kaffee, bei den Beratungsstellen. Und auch die Begegnungen unter allen, die mithelfen. Den Gastgebenden, wie wir sie nennen.

Heiko Kuschel

Ehrung für Wolfhart Berger: Über 40 Jahre Leitung des Evangelischen Posaunenchors

1 Monat ago
Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Dekan Oliver Bruckmann gratulierten und überreichten im Rahmen des Vesperkirche-Eröffnungsgottesdienstes eine Urkunde

Seit gut hundert Jahren prägt der Evangelische Posaunenchor Schweinfurt die musikalische Landschaft, etwas mehr als vierzig davon standen nun unter der kompetenten Leitung von Wolfhart Berger. Diese beeindruckende Zeitspanne hob Dekan Oliver Bruckmann hervor, würdigte die zahllosen Stunden, die Berger in Vorbereitung, Proben und bei unzähligen Auftritten investiert hat. Ein besonderer Dank ging dabei auch an Bergers Frau, die über die Jahrzehnte hinweg oft auf ihren Mann verzichten musste.

Heiko Kuschel